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Abriss der Hochstraße - Zwischen Festakt und Alltag

Zu den Äußerungen des Beigeordneten für Bauen, Planen und Umwelt, Dr. Thomas Pohlack, am Rande der Festveranstaltung in den Franckeschen Stiftungen, dass die Stadt den südlichen Teil der an den Stiftungen vorbeiführenden Hochstraße für Verzichtbar hält, erklärte der Vorsitzende des Stadtverbandes DIE LINKE Halle und Stadtrat Swen Knöchel:

Zu den Äußerungen des Beigeordneten für Bauen, Planen und Umwelt, Dr. Thomas Pohlack, am Rande der Festveranstaltung in den Franckeschen Stiftungen, dass die Stadt den südlichen Teil der an den Stiftungen vorbeiführenden Hochstraße für Verzichtbar hält, erklärte der Vorsitzende des Stadtverbandes DIE LINKE Halle und Stadtrat Swen Knöchel:

Ein Beigeordneter für Planung, der Verkehrsplanung so eindeutig an den Realitäten und Bedürfnissen der Hallenserinnen und Hallenser vorbeiplant, hat seine Aufgabe verfehlt. Auch die Ergriffenheit eines so denkwürdigen Augenblicks, wie der Festakt zum 20 jährigen Wiederbestehen der Franckeschen Stiftungen, sollte ihn nicht dazu verleiten des Applauses wegen, Unfug zu reden.

Jedem, der die Hochstraße täglich nutzt ist klar, dass ihr Wegfall entweder erhebliche Beschränkungen des innerstädtischen Verkehres oder aber eine deutliche Mehrbelastung von Wohngebieten zur Folge hat. Die von der Stadt in Auftrag gegebene Verkehrsanalyse ergab eindeutig, dass nicht Durchgangsverkehr, sondern der innerstädtische Verkehr Hauptnutzer der Hochstraße ist. Auch Herrn Dr. Pohlack müsste bekannt sein, dass sich die Tragfähigkeit eines Verkehrsweges nicht aus der Durchschnittsnutzung, sondern vielmehr aus der Spitzenbelastung ergibt.

Die, die ihm für seine Aussagen Applaus spendeten, sind klar im Vorteil, sie haben Halle nach dem Festakt mehrheitlich verlassen und müssen sich den täglichen Verkehrsproblemen nicht stellen.

Verwunderlich auch, dass Vertreter des Rathauses ihre Überlegungen zur Hochstraße in regelmäßigen Andeutungen auf externen Veranstaltungen kund tun, aber zu keiner Zeit einen ersthaften Versuch unternommen haben, einen Beschluss des Stadtrates in dieser Angelegenheit herbeizuführen. Es ist zu befürchten, dass im Rathaus Fakten ohne die von der halleschen Bevölkerung gewählten Vertreter geschaffen werden sollen.

Ich wünschte mir, dass Herr Dr. Pohlack mit dem gleichen Eifer endlich die von der LINKEN eingeforderte Überarbeitung des Verkehrskonzeptes aus den 90´ziger Jahren vorlegen würde.

Aufgrund der Betroffenheit eines Großteils der halleschen Bevölkerung von den Planungen zur Hochstraße, rege ich an, die Frage ihres Fortbestandes in einem Bürgerentscheid zu klären. Dies wäre auch für die Abrissbefürworter eine gute Gelegenheit ihre, meiner Meinung nach wenig tragfähigen Alternativen, dem Votum der Hallenserinnen und Hallenser zu stellen.