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Wochenmärkte in Halle

Artikel aus dem i-Punkt 10/2010 zur Situation der halleschen Wochenmärkte und der geplanten neuen Marktsatzung

Dass Marktwirtschaft etwas mit Angebot und Nachfrage zu tun hat ist bekannt. Das gilt auch für die Wochenmärkte im halleschen Stadtgebiet, auf denen Lebensmittel, Obst und Gemüse oder Textilien angeboten werden. Gab es Mitte der neunziger Jahre noch 11 solcher Wochenmärkte, sind es wegen des Bevölkerungsrückganges und der sich verändernden Nah-versorgungssituation mit Discountmärkten heute nur noch 5 Wochenmärkte. Am bekanntesten sind der Marktplatz und der Wochenmarkt in Halle-Neustadt. Aber auch an der Vogelweide, der Merseburger Straße/Ecke Theodor-Neubauer-Straße und in der Kattowitzer Straße befinden sich von der Stadt bereitgehaltene Standorte, auf denen Händler ihre Waren feil bieten können, insgesamt 34 Standplätze hält die Stadt an diesen 3 Standorten bereit. Nach Auskunft der Stadtverwaltung werden die Standorte lediglich von 2 - 3 Händlern regelmäßig benutzt, tageweise kommen dann weitere Gewerbetreibende hinzu, die geplante Auslastung der Märkte konnte in den letzten Jahren niemals erreicht werden. Deshalb stellt sich für die Stadt nun die Frage, ob diese Infrastruktur in diesem Umfang aufrechterhalten werden kann, denn die Vorhaltung von Märkten ist regelmäßig auch mit Kosten verbunden.
Die andere Seite der Medaille ist, dass eben die 2 - 3 Händler an den jeweiligen Standorten für die Bevölkerung vor Ort eine wichtige Nahversorgungsfunktion erfüllen und mit ihren Ständen offensichtlich auch ihren Lebensunterhalt verdienen. Für DIE LINKE im Stadtrat stellte sich deshalb die Frage, ob das Aus für die Märkte auch das Aus für die Händler an diesen Standorten bedeuten würde. Nach Auskunft der Stadtverwaltung wäre das nicht der Fall, die Händler hätten die Möglichkeit, über eine Sondernutzungsgenehmigung auch weiter am Standort ihr Geschäft zu betreiben. Diese Regelung gibt es bereits an vielen Stellen im Stadtgebiet, so dass die Aufhebung der 3 Märkte nicht zu einem Ende des Verkaufes von Waren an diesen Standorten führen muss. Unsere Fraktion wird, im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, die dort regelmäßig ihren Bedarf an Frischwaren decken, darauf achten, dass diese Zusage eingehalten wird.
Aber auch für die verbleibenden 2 Märkte kündigen sich Veränderungen an, die Verwaltung kündigte an, im November eine überarbeitete Marktsatzung vorzulegen, diese soll die zur Zeit bestehenden 3 Satzungen (Marktsatzung, Gebührensatzung und Satzung für Spezial- und Sondermärkte) in einer zusammenfassen. Das soll zu einer deutlichen Vereinfachung für die Betroffenen führen. Für unsere Fraktion ist wichtig, dass vor allem das Sortiment so flexibel gestaltet wird, dass es regelmäßig an Angebot und Nachfrage angepasst werden kann.