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Lohnentwicklung bestätigt Forderungen nach betrieblicher Mitbestimmung, starken Gewerkschaften und dem Mindestlohn

Zur von der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen veröffentlichten Auswertung der Lohnentwicklung in Sachsen-Anhalt erklären die arbeitsmarktpolitische Sprecherin Doreen Hildebrandt und der gewerkschaftspolitische Sprecher Andreas Höppner:

 

„Die aktuelle Lohnentwicklung sehen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Natürlich ist der Anstieg um fast ein Drittel in den letzten 10 Jahren ein erfreuliches Signal. Jedoch bewegen wir uns dabei immer noch auf einem zu niedrigen Niveau - vor allem in Sachsen-Anhalt, aber auch in ganz Ostdeutschland.

Kay Senius, Leiter der Regionaldirektion, hat es zutreffend formuliert:  ‚Es ist ein Aufholen ohne Einzuholen.‘ Die Löhne in den alten Bundesländern sind zwar etwas weniger gestiegen, waren aber vorher schon auf einem höheren Niveau. Eine tatsächliche Angleichung der Löhne in Ost und West ist nach wie vor in weiter Ferne. Das ist insbesondere für Sachsen-Anhalt problematisch, da es so schwerer ist, Fachkräfte zu gewinnen und nicht verhindert werden kann, dass Arbeitskräfte abwandern.

Mit einem lachenden Auge sehen wir, dass die positive Entwicklung hauptsächlich auf zwei Aspekte zurückgeht: Die Löhne sind in Branchen gestiegen, die eine hohe Tarifbindung  und damit eine starke gewerkschaftliche Vertretung haben. Andererseits auch in Branchen, in denen der Mindestlohn wirkt. Wir sehen uns damit in unserer bisherigen Politik bestätigt, nämlich für betriebliche Mitbestimmung, starke Gewerkschaften und einen Mindestlohn einzutreten.

Die Fraktion DIE LINKE wird sich auch weiterhin dafür stark machen. Wir kämpfen für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, für stärkere Gewerkschaften und eine höhere Tarifbindung. Bei Arbeitskämpfen wie jetzt bei Enercon und der WEC Turmbau GmbH können uns  die Beschäftigten und Gewerkschaften an ihrer Seite wissen.“


Magdeburg, 22. August 2018