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Spekulationen und Vorverurteilungen sind fehl am Platzt - Gebraucht wird jetzt vor allem Besonnenheit

Zu den aktuellen Berichten um eine Auseinandersetzung zwischen mehreren deutschen und afghanischen Männern in Köthen, bei denen einer der Männer verstorben ist, erklärt der Vorsitzende der Fraktion, Thomas Lippmann:

 


„Die Ereignisse der letzten Nacht haben uns sehr betroffen gemacht. Den Angehörigen und Freunden des getöteten 22-jährigen gilt unsere tief empfundene  Anteilnahme. Es muss immer gesellschaftlicher Konsens bleiben, dass Gewalt durch Nichts und Niemanden legitimiert werden kann.

Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Chemnitz fordert die Linke eine schnelle, vorurteilsfreie und lückenlose Aufklärung der Todesumstände des jungen Mannes in Köthen. Spekulationen und Vorverurteilungen sind fehl am Platz – Gebraucht wird jetzt vor allem Besonnenheit.  

Wir setzen darauf, dass es bald belastbare Informationen geben wird und sich alle verantwortungsbewussten Menschen entschieden gegen Versuche einer Eskalation - wie sie Chemnitz erlebt hat – wenden. Jegliche Versuche von Selbstjustiz müssen verhindert werden.

Den Tod eines Menschen – wie auch immer dieser zustande gekommen ist – für politische Interessen zu instrumentalisieren, wird weder dem Toten noch seinen Angehörigen gerecht. Trauer und Anteilnahme sind jetzt das Gebot der Stunde. Das werden wir bei der von der Jakobskirche initiierten Andacht zeigen.

Die Mobilisierung der Rechten, die Köthen zu einem zweiten Chemnitz machen will, muss eine angemessene Antwort der demokratischen Gesellschaft erfahren – stark aber gewaltfrei.“


Magdeburg, 9. September 2018