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Forschung, Wissenschaft und Kultur im Fokus

Die Fraktion DIE LINKE führte zum Abschluss ihrer Kommunaltour eine öffentliche Fraktionssitzung in Halle durch.

In der historischen Uniform der halleschen Salzwirker begrüßte Steffen Kohlert die Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE im Technischen Halloren- und Salinemuseum Halle. Als Geschäftsführer des Museums hatte er sich nicht nehmen lassen, die öffentliche Sitzung der Fraktion mit einem kleinen Exkurs durch die Geschichte der städtischen Salzgewinnung zu eröffnen. Später gab es auch noch praktische Einblicke doch zunächst galt es sich der Tagesordnung zu widmen. Die öffentliche Sitzung der Fraktion DIE LINKE in Halle bildete den Abschluss der inzwischen traditionellen Kommunaltour, die die Abgeordneten in Orte und Institutionen in ganz Sachsen-Anhalt führte.

Halle als Wissenschafts- und Forschungsstandort stand im Mittelpunkt der Sitzung, genauer gesagt eine konkrete Frage: Wie kann eben dieser Standort weiter entwickelt werden, um die Wirtschaftskraft der Stadt zu erhöhen? Für eine entsprechende Diskussionsvorlage sorgte Prof. Dr. Wolfgang Lukas, Geschäftsführer und Mitbegründer des weinberg campus e.V., der im Rahmen eines Vortrags über die Arbeit und Entwicklung der dortigen Unternehmen und Forschungseinrichtungen sprach. Vorher durfte er noch Glückwünsche entgegennehmen, die ihm der Fraktionsvorsitzende Wulf Gallert, stellvertretend für die gesamte Fraktion, für das ihm kürzlich verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande übermittelte.

Es folgte eine angeregte Diskussion, bei der der hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Hendrik Lange, und die forschungs- und technologiepolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag, Petra Sitte, sicherlich am meisten in ihrem Metier schwammen. Einiges beizutragen hatte auch Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados, die ebenfalls zu den Gästen der öffentlichen Fraktionssitzung gehörte. Ein Grußwort an die Fraktion hatte sie zuvor genutzt, um an die Abgeordneten und die Landespolitik insgesamt zu appellieren: Halle brauche die Unterstützung des Landes, nicht zuletzt beim Thema Kommunalfinanzen, um als Oberzentrum gestärkt zu werden.

Nun ja, der Fraktionsexperte für Kommunalfinanzen sei der hallesche Abgeordnete Swen Knöchel, meinte Wulf Gallert. „Der geht uns im August leider verloren“, fügte er im Hinblick auf dessen Kandidatur als neuer Oberbürgermeister der Saalestadt mit einem Augenzwinkern hinzu.

Nach besagten praktischen Einblicken in die Salzwirkerei auf dem Hof des Salinemuseums, hieß es dann Ausschwärmen in alle Richtungen. In mehreren Gruppen brachen die Abgeordneten zu Arbeitsgesprächen auf, u.a. bei der ProbioDrug GmbH, beim Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik, beim Stadtsportbund und dem Fanprojekt Halle sowie beim Behindertenbeauftragten der Stadt. Den krönenden Abschluss des Fraktionstages in Halle bildete schließlich ein öffentliches Forum zum Thema „Perspektiven für Kunst und Kultur“ im neuen theater. In der gemeinsamen Diskussionsrunde hatten Wulf Gallert, der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Stefan Gebhardt, der Geschäftsführer des Steintorvarieté und hallesche Stadtrat der LINKEN, Rudenz Schramm, der Chef der Theater- und Orchester GmbH Halle, Rolfs Stiska sowie die stellvertretende Vorsitzende des Kunstverein Talstraße, Christin Müller-Wenzel zusammengefunden.

So ging es abschließend etwa um den Entwurf eines neuen Kulturgesetzes der Fraktion DIE LINKE, der sich radikalen Spareinschnitten in der Kunst- und Kulturlandschaft entgegensetzen soll. Stefan Gebhardt warb unter anderem für eine künftige, gemeinsame und solidarische Finanzierung von Kultureinrichtungen nach dem Stadtumlandprinzip sowie die Idee des Kulturgroschens.

km