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„Er hat zwei wichtige Eigenschaften und die heißen Kompetenz und Glaubwürdigkeit“

Der Stadtverband der LINKEN Halle wählte Swen Knöchel zum Kandidaten für die diesjährige Oberbürgermeisterwahl in Halle

Der Kandidat ist gekürt und das Zeichen ein deutliches. Mit über 91 Prozent hat der Stadtverband der LINKEN Halle Swen Knöchel zum Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl im kommenden Juni gewählt. Ein unbeschriebenes Blatt ist der 38-jährige schon lange nicht mehr und Rüstzeug für das Amt des halleschen Stadtoberhaupts hat er allemal im Gepäck. „Das schönste hallesche Rathaus ist ein rotes Rathaus“, brachte es die stellvertretende Stadtvorsitzende Marianne Böttcher auf den Punkt.

Mit Swen Knöchel geht nicht nur der Stadtvorsitzende und langjährige Stadtrat der LINKEN Halle in das Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters. Vielmehr ein ausgewiesener Finanz- und Verwaltungsexperte, Finanzbeamter von Beruf und seit dieser Legislaturperiode finanzpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Landtag. Das personelle Aufgebot zu seiner Kandidatenwahl ließ jedenfalls sicher schließen, dass ihm Unterstützung über seinen Stadtverband hinaus gewiss ist. Der Landesvorsitzende der LINKEN Sachsen-Anhalt, Matthias Höhn, der Fraktionsvorsitzende im Landtag, Wulf Gallert und die Bundestagsabgeordnete und hallesche Stadträtin Petra Sitte hatten sich unter die Delegierten und Gäste des Parteitages im Halle-Neustädter Kulturtreff gemischt.

Vor welchen Herausforderungen er steht, weiß Swen Knöchel und Bodenständigkeit geht ihm dabei nicht abhanden. „In Halle wird nicht der Messias sondern der Oberbürgermeister gewählt“, sagte er. Überzeugende Konzepte findet er vor dem Hintergrund klammer Kassen der Stadt dennoch für seine politischen Herzensangelegenheiten. Die Verbesserung der Arbeitsmarktsituation, die Entfaltung der Kulturlandschaft und den Erhalt kommunaler Kindereinrichtungen hat sich Swen Knöchel unter anderem auf die Fahnen geschrieben. An Gespür für die richtigen Zutaten lässt es der Oberbürgermeisterkandidat der LINKEN dabei auch nicht fehlen: Mehr Bürgerbeteiligung in der halleschen Stadtpolitik und ein politisches Miteinander wenn um die Lösung anstehender Probleme geht.

Wulf Gallert fasste zusammen, woran ob des Wahlergebnisses für Swen Knöchel wohl kaum einer zweifelt. „Er hat zwei wichtige Eigenschaften und die heißen Kompetenz und Glaubwürdigkeit“, sagte er. Der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Landtag unterstrich zudem die Bedeutung der Oberbürgermeisterwahl in Halle als wichtigste Wahl in diesem Jahr in Sachsen-Anhalt - Als wichtigen Gradmesser für den halleschen Stadtverband genauso wie für den Landesverband und die Landtagsfraktion der LINKEN.

„Setzen wir mit Swen Knöchel auch ein Zeichen gegen Nazis“, meinte schließlich der Landesvorsitzende Matthias Höhn. Er verwies auf das Datum der Oberbürgermeisterwahl in Halle, den 17. Juni, den Rechtsextreme in den vergangenen Jahren immer wieder zum Anlass für ihre Aufmärsche nahmen. Zudem gelte es die Herausforderung anzunehmen, die Menschen zum Gang an die Wahlurne zu bewegen. Die Wahl zum Rostocker Stadtoberhaupt vor knapp zwei Wochen lieferte mit mageren 36 Prozent Beteiligung leider kein gutes Beispiel.

KM