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Einen „halleschen Weg“ gehen

Swen Knöchel war mit seinen Konkurrenten um das Amt des Oberbürgermeisters bei der Bürgerinitiative Paulusviertel zu Gast

„Eine Podiumsdiskussion wird es nicht geben. Es ist ätzend und langweilig, wenn alle Kandidaten auf eine Frage antworten müssen“, meinte Hanna Haupt. Beim Wahlforum der Bürgerinitiative Paulusviertel blieb es dann auch bei einer kurzen Vorstellungsrunde, um gleich das Publikum in der Aula der Grundschule „Albrecht Dürer“ mit Fragen an die Anwärter für das Amt des Oberbürgermeisters zum Zuge kommen zu lassen. Swen Knöchel nahm derweil gern in Kauf, dass Bernard Bönisch (CDU) ihm vorwarf, Parolen nachzuhängen, um im Wahlkampf Effekte zu haschen. Da war man beim Thema hallescher Hafen angekommen, den der OB-Kandidat der LINKEN in seiner jetzigen Kapazität für nicht mehr haltbar hält.

Sei es drum, es gab auch noch reichlich andere Themen, wo sich Bernard Bönisch dann nicht mehr so aufregen musste. Was man von Swen Knöchel ganz grundlegend erwarten kann, hatte er bereits in der Vorstellungsrunde klar gemacht: Soziale Gerechtigkeit für Halles  Bevölkerung und weg von der Denkweise „Sag mir wo du wohnst und ich sag dir, welches Einkommen du hast“. „Deshalb engagiere ich mich in der Politik und deshalb bin ich bei der LINKEN“, sagte er.

Auf jeden Fall will Swen Knöchel als Oberbürgermeister einen „halleschen Weg“ gehen, denn irgendwann kam auch die Frage, welche Stadt die Kandidaten denn als Vorbild sehen würden. Zu seinem halleschen Weg gehört eine gute Einkommensentwicklung  genauso dazu, wie die Förderung des Breiten-, Kinder- und Jugendsport. Das derzeitige Verhältnis von Stadt und Sportvereinen sei eine „Baustelle, die man sich vornehmen muss“. Eine gute Einkommensentwicklung in Halle sei derweil ein langfristiger Weg, für den die Stadt ihre Potentiale als Wirtschafts- und Forschungsstandort nutzen muss.

Statt weitere Investitionen in den halleschen Hafen zu stecken, plädierte der OB-Kandidat der LINKEN für einen Ausbau des Tourismus auf und an der Saale. Zudem brauche es ein gut aufgestelltes Stadtmarketing, um Halles Kultureinrichtungen, über die teils noch zu wenig gesprochen wird, auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannter zu machen. Das Thema Bildung und Bildungsgerechtigkeit wird auf Swen Knöchels Agenda mit Sicherheit ganz oben bleiben. Genauso wie Transparenz, die er auch walten lassen wird, wenn er als Oberbürgermeister etwa leichte Umstrukturierungen in den Zuständigkeiten der Verwaltung vornehmen würde. „Aber da muss man nichts übers Knie brechen“, sagte er.
KM